Bernd Neumaier

Foto_Neumaier-Bernd

Prof. Dr. rer. nat. Bernd Neumaier

Vortrag: „Einfluss neuer Radiofluorierungsmethoden auf die Entwicklung der präklinischen und klinischen PET-Bildgebung“

Sprache des Vortrags: deutsch

Inhalt: Neue übergangsmetallvermittelte Radiofluorierungsmethoden haben die PET-Landschaft in den letzten 5 Jahren komplett verändert. Diese neuen Radiomarkierungsansätze ermöglichen die Herstellung von Radiotracern, die bisher nur schwierig oder gar nicht herstellbar waren. Im Vortrag sollen diese Methoden unter praktischen Gesichtspunkten diskutiert und beleuchtet werden.

Bernd Neumaier studierte Chemie an der Universität zu Köln und promovierte im Fach Nuklearchemie im Jahre 1996 bei Prof. G. Stöcklin. Von 1996 bis 2006 leitete er den Bereich Zyklotron/Radiopharmazie in der Klinik für Nuklearmedizin des Universitätsklinikums Ulm. Hier war er neben der Routineproduktion für die radiochemische Forschung verantwortlich. Im Jahr 2006 wechselte er ans Max-Planck-Institut für Neurologische Forschung in Köln. Im Jahr 2009 habilitierte er im Fach Nuklearchemie an der Universität zu Köln. Nachdem er einen W3-Ruf ans DKFZ der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg abgelehnt hatte, nahm er 2013 den Ruf auf eine W3-Professur für Radiochemie an der Universitätsklinik Köln an. Dort gründete er das Institut für Radiochemie und Experimentelle Molekulare Bildgebung. 2015 erhielt er einen Ruf auf eine W3-Professur am Institut für Neurowissenschaften und Medizin: Nuklearchemie (INM-5) des Forschungszentrums Jülich, dessen Direktor er seitdem ist. Bernd Neumaier ist Komitee-Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Radiochemie und Radiopharmazie und auch Vorstandsmitglied der DGN.

Forschungsschwerpunkte der letzten Jahre waren: Entwicklung neuer Radiofluorierungsmethoden und deren praktische Anwendung bei der Etablierung neuer Radiotracer in der PET-Bildgebung. Im Fokus stehen hierbei neurologische Tracer zur Visualisierung pathophysiologischer Prozesse sowie zur Aufklärung von Funktion und Struktur des Gehirns. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Entwicklung und Herstellung von Nicht-Standard-Radionukliden und deren Einsatz in der Therapie.

Homepage: http://www.fz-juelich.de/inm/inm-5/